Aufwachen, SP!

Sonntägliche Leseempfehlung: Das Magazin: «Frächi Schnore, fuule Siech – Wie ein linker Bieler Reallehrer zum Feinbild der Linken wurde»

Unter anderem über die Frage, was und wer die Integration von ausländischen Jugendlichen wirklich unterstützt: «Es sind nicht die Beamten aus dem rot-grünen Milieu, die nach der Asylindustrie nun eine Integrationsindustrie aufbauen, welche die Probleme nur verwaltet und betreut. Vielmehr sind es die engagierten Lehrkräfte, die etwas von ihnen verlangen. Und es sind — das ist ein Treppenwitz der Geschichte — die vielen SVP-nahen Gewerbler, die diesen Jugendlichen eine Lehrstelle anbieten und dadurch wesentlich mehr für deren Integration tun als so mancher Galaschwätzer in den Kommissionen und Behörden.»

2 Antworten zu Aufwachen, SP!

  1. Christophorus

    Dieser “Super”lehrer wird sicher seinen Kollegen im Umfeld von x Kilometern unter die Nase gerieben. Wo solche Genialität notwendig ist, um einen Beruf einigermassen auszuüben, stimmt etwas im System nicht mehr.
    Ich denke schon lange, dass Bildung wieder exklusiver sein sollte. Dann wird sie erstrebenswert. Nur was teuer und rar ist, wollen alle haben. Solange es alle haben können und keinen Finger dafür heben müssen, ist es schwierig.
    Wenn aus fremden Ländern Schulen gezeigt werden, in denen unter widrigsten Umständen Unterricht geboten wird und die Kinder wollen vorwärts kommen, denke ich, dass wir uns davon zu weit entfernt haben: Die Schüler müssen für nichts mehr kämpfen. Im Gegenteil: Wer sich in der Schule anstrengt, wird ausgelacht. Aber eine solche Meinung darf man heute offiziell nicht haben: Friede, Freude Eierkuchen, möglichst schon durch die Woche die grosse Party und die Erwachsenen finden das alles selbstverständlich. Wenn was nicht klappt, ist ganz sicher die Lehrkraft schuld und wenn sie so wäre, wie jener “Super”lehrer, dann wäre alles in bester Ordnung.

  2. «Nur was teuer und rar ist, wollen alle haben. » Ich weiss was du meinst, aber wie soll man das umzusetzen in der Bildung? Die Errungenschaft, dass jeder – auch ohne reiches Elternhaus – sich bilden darf und kann, würde ich nicht wieder abschaffen wollen. Und auch aus schlechten Schülern können mal gute Berufsleute werden. Da sollte nicht alleine über die Leistung selektiert werden. Aber wie gesagt, ich verstehe schon: was man sich nicht erarbeiten muss, ist weniger wert. Durch zuviel Bevormundung bringt man zuweilen die Leute schon auch um beglückende und bestärkende Erfolgserlebnisse. Aber eben: alles über einen Kamm scheren geht auch nicht – nicht jeder, der nicht leisten kann, ist einfach zu bequem…

    Es gibt halt nicht «die eine Lösung» die dann für alle gilt.