Die englische Version der IV-Revision (Welfare reform bill), die auch bei schwer Kranken/Behinderten auf sog. Anreize zur Arbeitsaufnahme setzt (sprich: Die Betroffenen werden als «fit for work» eingestuft und dürfen zu zeitlich unbegrenzter Gratisarbeit gezwungen werden – ansonsten werden ihre Sozialleistungen gestrichen) kommentierte Martin Rowson gestern mit der folgenden Karrikatur* in der Zeitung The Guardian:
Text links (in etwa): Und sie haben mir versprochen, dass ich dadurch meine Behinderung loswerde! (wörtlich: dass das für mich ein Anreiz sein wird, damit aufzuhören behindert zu sein).
Text rechts: Cool! Ich bin bloss in einem Arbeitsprogramm (Workfare = Sozialleistungen nur gegen Arbeit (bei Arbeitslosen/Sozialhilfeempfängern))
Als David Siems bereits vor einiger Zeit in einem Film eine ähnliche Analogie für das «Anreizsystem» der schweizerischen Invalidenversicherung benutzt hatte, war ich noch der Meinung, so extrem überspitzt könne man das doch nicht darstellen. Ich bin mir da langsam nicht mehr so sicher.
*Abbildung im Blog mit freundlicher Genehmigung von Martin Rowson – Original erschienen am 18. Februar 2012 im Guardian.

Da Martin Rowson deine Meinung zu diesem Thema zu meinen Gunsten geändert hat, verzeihe ich ihm, dass er meine Idee geklaut hat :-D