Ab in die Sozialhilfe

Ein Artikel im Bund (vom 16.02.09 – aber nach wie vor hochaktuell) befasst sich mit den Arbeitsabklärungsmassnahmen der IV.

Auch über 60 Jährige werden noch beruflich abgeklärt. Kommt die IV zum Schluss, die Einschränkung durch die Behinderung betrage weniger als 40%, bekommen sie keine Rente. Finden sie dann keine Arbeit, landen sie bei der Sozialhilfe.

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Zur Erinnerung; um sozialhilfeberechtigt zu sein, muss u.a. erst das eigene Vermögen bis auf 4000.- aufgebraucht werden, gegebenenfalls in eine günstigere Wohung umgezogen, das Auto verkauft und auf keine unterstützungspflichtige Person (z.B. Familienangehörige) zurückgegriffen werden können.

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Auf der anderen Seite:

«Zeigt sich bei der Abklärung, dass ein Bankprokurist mit einem Monatsein-kommen von 10000 Franken aus gesundheitlichen Gründen nur noch Hilfs-arbeiten ausführen kann, für die er 3000 Franken im Monat erhält, ist er in der Regel zu einer Rente berechtigt, weil die Leistungseinschränkung das frühere «valide Einkommen» massiv reduziert. Für den Facharbeiter mit einem Lohn von 4500 Franken ist die Einbusse dagegen viel weniger gross, wenn er die schlecht bezahlte Hilfsarbeit übernimmt. Wenn dem Facharbeiter die Hilfs-arbeit gesundheitlich zuzumuten ist, erhält er keine Rente».