Behinderte (Kampagnen) kosten uns nur Geld

behindertekosten

Wirklich gross ist der Unterschied nun nicht gerade…

(Plakat oben: Schweiz 2009, Plakat unten: Deutschland ca. 1938)

Plakat von den deutsche Nationalsozialisten: Es zeigt einen gesunden Mann der auf einem Joch über den Schultern zwei Kranke trägt. Die Überschrift lautet: Hier trägst du mit - Ein Erbkranker kostet bis zur Erreichung des 60: Lebensjahres im Durchschnitt 50'000 Reichsmark

Aber natürlich ist alles gaaaanz anders. Dahinter steckt die Invalidenver-sicherung und die meint es wie immer nur gut die möchte nur ein bisschen provozieren, weil den Verantwortlichen wahrscheinlich irgend ein überbezahlter Werber erzählt hat, dass Provokation der Königsweg zu möglichst viel Aufmerk-samkeit ist. «Das Risiko, dass durch die Kampagne die Vorturteile gegenüber Behinderten noch zusätzlich zementiert werden, müsse man eben im Dienst der Sache eingehen» lässt das BSV verlauten.

Klar, dieses Risiko liegt ja auch nicht auf Seiten derer, die die Kampagne verantworten, sondern auf der Seiter derjenigen die sie betrifft…

Und das Risiko ist ja auch nur ein ganz kleines; da die Vorurteile so gross und schwarz geschrieben sind und die Auflösung klein und rot – wer mit Auto oder Tram vorbei fährt, der liest natürlich auch das Kleingedruckte… Aber sicher doch.

Auflösungsplakat Invalidenversicherung

2 Gedanken zu „Behinderte (Kampagnen) kosten uns nur Geld

  1. „Im Dienste der Sache…“, sagten die Verantwortlichen für die diffamierende Plakatkampagne gegen Behinderte. Wieviel Geld wird da für Plakate zum Fenster hinausgeworfen? Die IV geht mit dieser Teaser-Werbung bewusst das Risiko ein, dass sie sogar kontraproduktiv ist. Es wäre ein Wunder, wenn angesichts einer solcher Misswirtschaft KEINE Milliardenschulden bestünden.

    Für mich ein Skandal! Was sagen dazu unsere Menschenrechtler in Brüssel? Was würden sie dazu sagen, wenn die gleiche Kampagne von der SVP lanciert würde, die im Übrigen die Kampagne verurteilt (aus Kostengründen, natürlich)? Wo bleibt das Mitgefühl unserer Staatsangestellten? Warum wundern wir uns, wenn Behinderte verprügelt werden?

  2. Die Grundidee wäre gar nicht mal so schlecht gewesen, aber die Ausführung war dermassen dilettantisch, dass wohl das genaue Gegenteil dessen erreicht wurde, was eigentlich bezweckt gewesen wäre.

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