Hokuspokus mit unsicheren Beschwerdevalidierungstests

Artikel in der NZZ: Neue psychologische Tests gegen IV-Betrug

«Im Bereich der psychischen Erkrankungen bestand bis jetzt kaum eine systematische Möglichkeit, die Symptome zu überprüfen. Mit ungefähr 10- bis 30-minütigen Tests zur «Symptomvalidierung» sollen nun neuropsychologische Aufgaben angewandt werden, etwa mit der Zuordnung von Farben oder mit der Prüfung der Gedächtnis- und Arbeitsleistung. Wenn zum Beispiel ein Gesuchsteller bei gewissen Aufgaben schlechtere Resultate erziele, als es gar für geistig Behinderte typisch sei, könne dies ein Indiz dafür sein, dass eine psychische Krankheit vorgetäuscht werde, heisst es beim BSV.»

Einmal mehr zeigt sich, dass Ergebnisse von BSV-Studien scheinbar eh niemanden interessieren. Hatte doch die Studie Der Einsatz von Beschwerdevalidierungstests in der IV-Abklärung im Fazit festgehalten: «Trotz der wachsenden Forschungstätigkeit bleibt aber das Problem bestehen, dass all diese Tests, auch die wissenschaftlich gut untersuchten(…) eine nicht zu vernachlässigende Rate von falschen Ergebnissen liefern.»

Wie wär’s zur Abwechslung mal mit psychologischen Tests über die Wahrnehmungsfähigkeiten von IV-Mitarbeitern?