6. IV-Revision: Am besten vom IV-Rentner zum IV-Berater umschulen lassen

Das BSV hat heute die Botschaft zur 6. IV-Revision präsentiert. Die Presse-meldung beschreibt in hübschen Worten, wieviel Wert auf Wiedereingliederung gelegt wird (selbstverständlich wie gehabt mit weiter verschärften Mitwirkungs-pflichten für Betroffene und ebenso selbstverständlich überhaupt keine Verpflichtungen, sondern weiteren „Zückerli“ für Arbeitgeber*, falls sie sich dazu bequemen, Menschen mit einer Behinderung einzustellen. Ausserdem soll die gesetzliche Grundlage geschaffen werden, um 12’500 heutigen IV-Rentnern mit Schmerzstörungen, Fibromyalgien und ähnlichen Leiden die Rente entziehen zu können. Und so weiter und so fort… Nachzulesen bei der NZZ, im Tagesanzeiger oder direkt beim BSV.

Beim BSV kann man auch das Kleingedruckte zur „Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung  (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket) “ lesen.

Zum Beispiel:

Bezüglich der Kosten für Massnahmen zur Wiedereingliederung wird mit durch-schnittlich 40 000 Franken pro Person gerechnet. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die Kosten für den erhöhten Personalbedarf.

Insgesamt sind während der ersten sechs Jahre nach Einführung der Gesetzes-revision durchschnittlich 220 Vollzeitstellen pro Jahr notwendig. Die durch-schnittlichen Lohnkosten betragen 150 000 Franken pro Stelle und Jahr (Personalvollkosten, inklusive Arbeitsplatzkosten), weshalb mit Kostenfolgen von 33 Millionen Franken pro Jahr zu rechnen ist.

* oder aber auch:

Arbeitsversuch (Art. 18a): Während der Dauer des Arbeitsversuchs hat der Arbeitgeber eine zusätzliche Arbeitskraft, deren Leistung zwar (noch) reduziert ist, durch deren Anstellung ihm aber keine Kosten entstehen (keine Lohn- zahlungspflicht, keine Versicherungskosten, kein Malusrisiko beim Unfall-versicherer oder der Krankentaggeldversicherung). Zudem entsteht für den Arbeitgeber die Möglichkeit für eine spätere Anstellung, nicht jedoch die Verpflichtung.