Teure Kulturgüterpflege

In den Jahren 2007 bis 2009 hat ein MWSt-Kontrolleur nach Abzug der Lohnkosten jährlich 545’000 Franken Mehreinnahmen generiert. Trotzdem will der Bundesrat die Mehrwertsteuer-Abrechnungen der Firmen nicht häufiger kontrollieren als heute. Er lehnt die Forderung der SP ab, die jährlichen MWSt-Erträge dank zusätzlichen MWSt-Kontrolleuren um 650 Millionen Franken zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen müsste der Personalbestand der Eidgenössischen Steuerverwaltung ungefähr verdoppelt werden. Eine so hohe Anzahl Steuerinspektoren entspreche nicht der Schweizer Steuerkultur, argumentiert der Bundesrat in seiner letzte Woche publizierten Antwort auf die Motion. (Quelle: NZZ)

Das Sparpotenzial bei der Betrugsbekämpfung bei der Invalidenversicherung wird auf 50 Millionen Franken jährlich veranschlagt.

Und IV-Detektive entsprechen scheinbar der Schweizer Kultur… (ich will gar nicht wissen welche Art der „Kultur“ es sich hierbei handelt) Obwohl das Sparpotential bei den IV-Betrügern 13 mal kleiner ist als bei den Mehrwertsteuer-Betrügern ist das Geschrei darum im „Volk“ geschätze 1000 Dezibel lauter.

Von den 650 Millionen auf die der Staat mal eben so verzichtet, weil es nicht der Schweizer Steuerkultur entspricht, den Steuer-Betrügern nachzuspionieren würden in den nächsten Jahren übrigens jährlich 2,6 Millionen der Invalidenversicherung zustehen.

Davon liesse sich eine ganz ordentliche Menge Hundefutter für die Blindenführhunde kaufen.

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