St. Galler Versicherungsgericht weist 35% der Fälle zur Neuüberprüfung an die IV zurück

Auszüge aus einem sehr guten Artikel des St. Galler Tagblatts über das St. Galler Versicherungsgericht, welches sich seit der massiven Verschärfung der Neu- rentenzusprache der Invalidenversicherung (Die IV gewährt heute über 40 Prozent weniger neue Renten als 2003) nicht über mangelnde Arbeit beklagen kann – und in rund 35% der Fälle die Beschwerden der Versichteren gutheisst und zur nochmaligen Abklärung an die IV zurückweist:

«Die berühmten Scheininvaliden gibt es nicht – jedenfalls nicht in Fällen, die wir zu beurteilen haben», sagt Martin Rutishauser, Präsident des Versicher-ungsgerichts St. Gallen. Das Gericht behandelt IV-Beschwerden – Beschwerden von Personen, die gesundheitlich handicapiert sind, nicht oder nur teilweise arbeiten können und sich gegen eine Verfügung der Invalidenversicherung wehren. (…)

In der Enge sind diese Menschen, weil sie aufgrund ihrer Behinderung oder Beeinträchtigung keine Arbeit finden. Und weil ihnen zweitens eine Renten-leistung von der Invalidenversicherung strittig gemacht wird. Letzteres vermag die finanzielle Situation der IV zwar zu verbessern. «Aber wenn die Invalidenversicherung einen Rentenbezug verweigert, bedeutet das nicht, dass die betreffende Person eine Arbeit findet. (…)