Endlosschleife

Vorbemerkung: Wie schaffen es eigentlich gewisse Politiker, dass ihnen auch bei der tausendsten Wiederholung bei irgendwelchen Nischenthemen (Burkas, Minarette, whatever) noch zugehört wird? Wird denen das selbst nie langweilig? Also mir (und ich denke, meinen LeserInnen erst recht) hängen gewisse Themen langsam zu den Ohren raus. Immer wieder wird von verschiedenster Seite das selbe festgestellt (Kurzfassung: Realitätssinn bei IV, BSV: nur äusserst bedingt vorhanden.) und trotzdem revisioniert man munter weiter.

Ich entschuldige mich also hiermit bei meinen LeserInnen ausdrücklich für die weissichnichtwievielten Wiederholungen desselben Sachverhaltes, möchte im Sinne einer umfassenden Sammlung die einzelnen Stimmen aber trotzdem weiterhin zu Wort kommen lassen (und hoffe, dass dadurch doch auch immer wieder der eine oder andere neue Aspekt beleuchtet werden kann).

Deshalb hier auch der Hinweis auf den Bericht eines weiteren Mediziners, dem langsam der Kragen platzt, ob der der gängigen Praxis der Invalidenver-sicherung. Der Psychiater Dr. med. Bernhard Baumgartner aus Trogen berichtet im St. Galler Tagblatt über seine Erfahrungen mit der IV: «Ich melde einen Patienten bei der IV an. In den folgenden Monaten wird er zu einem Gutachter aufgeboten (oft in einem sogenannten Gutachterzentrum). Dort wird der Patient kurz angeschaut und, beinahe egal, an was er leidet, zwischen 0% und 39% als arbeitsunfähig erklärt (erst ab 40% gibt es eine Viertelsrente, darunter gibt es gar nichts). (…) Fortsetzung hier: Die Macht der IV-Gutachter

Besonders schön auch, wie die angeblich noch verwertbare Arbeitsfähigkeit eines Patienten durch einen IV- Gutachter definiert wird: «Der Patient braucht eine Arbeit, wo er abwechslungsweise sitzen und stehen kann, dabei keine grosse Konzentration braucht und von seinem Vorgesetzten mehrmals am Tag ein positives Feedback bekommt.»

Hat grad jemand so einen Arbeitsplatz im Angebot…?

2 Gedanken zu „Endlosschleife

  1. Wie wärs mit IV-Gutachter?

    Da stört es bestimmt nicht, wenn man zwischendurch aufsteht. Auch Konzentrationsfähigkeit braucht es wohl kaum, um Gefälligkeitsgutachten, also solche nach Vorgaben, zu erstellen. Und das positive Feedback ist bei dieser Arbeitsweise garantiert.

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