IV reduziert Rentenbestand mit gefälschten Gutachten

Der Leiter des ZMB (Zentrum für medizinische Begutachtung, Basel) Christoph Ettlin wehrte sich dagegen, Gutachten nach den Wünschen der IV abzuändern – worauf die IV dem Institut keine Gutachteraufträge mehr erteilte. ZMB-Leiter Ettlin schrieb daraufhin dem Chef der Invalidenversicherung in Bern persönlich: Es könne doch nicht sein, dass man für unabhängige Gutachtertätigkeit mit einem Boykott bestraft werde. Antwort erhielt er sechs Wochen später mit einem nichtssagenden Schreiben. Auf den Auftragsboykott ging das Amt gar nicht ein.

Der Verein «Rechtsberatungsstelle UP für Unfallopfer und Patienten», ein Netz spezialisierter Anwälte, hat nun beim Departement des Innern Aufsichtsbe-schwerde eingereicht und verlangt, dass die Sache generell untersucht wird. «Die Annahme ist berechtigt, dass Hunderte, wenn nicht sogar Tausende solcher Gutachten in ungesetzlicher Weise zu Ungunsten der Versicherten abgeändert wurden», sagt der Vereinspräsident und Anwalt Felix Rüegg. Er und seine Anwaltskollegen vermuten, dass, gestützt auf diese Gutachten, «sehr vielen Versicherten» eine IV-Rente verweigert oder eine bereits bestehende entzogen oder reduziert wurde.

Quelle: Beobachter

Und das ist bei weitem nicht das erste Mal, dass die Gutachterpraxis der IV in einen höchst zweifelhaften Licht erscheint: Ärztegutachten – Im Zweifel gegen den Patienten

21 Gedanken zu „IV reduziert Rentenbestand mit gefälschten Gutachten

  1. Autorisierte Verbrecher !
    Die ZVMB GmbH unter anderem Vermittler von Versicherungsgeschäften, unter dem Titel Medas Bern, Dr. Rüdiger Brinkmann, manipuliert Gutachten zugunsten der IV. Es sind fette Aufträge für CHF 10’000 das Stück, damit kann man gut leben, egal was mit den Geschädigten passiert. Hauptsache man verdient sich eine goldene Nase.

  2. Mittlerweilen hat auch das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass die ZMB Betrug durch eigenmächtige Abänderung von Gutachten vorgenommen hatte. Die ZMB hat die Sache vor Bundesgericht weitergezogen und meines Wissens nach steht das Urteil noch aus. Skandalös ist, dass aber meines Wissens nach die IV trotz Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes der ZMB immer noch Aufträge vergiebt. Ich bin im moment an der Sache dran.

    • Klärung:

      ZMB = Zentrum für medizinmische Begutachtung;
      ABI = Aerztliches Begutachtungsinstitut GmBH

      Der von mir zitierte Bundesverwaltungsgerichtsentscheid erging gegen die ABI und nicht gegen das ZMB

  3. es ist so aufgemacht dass die medas die gutachten so darstellt dass der geschädigte nichts bekommt.
    dazu werden aerzte eingekauft die sich so verhalten
    zb: Dr.Schlappbach ehemals medas bern
    dr.brinkmann ZVMB Bern usw.alle in den diensten der versicherungen und der IV
    es gilt nur eines nicht zahlen .!!

  4. Jörg Meier // 6. August 2010 um 10:58

    Ja natürlich. Das sind selbstständige Firmen, die ihr Geld von der IV und nicht von den IV-Gesuchstellern, respektive von denjenigen erhalten, die eine IV-Revision haben, erhalten. Denen liegt die Brieftasche näher beim Arsch als das Stethoskop an den Ohren. Schweizer Aerzte machen diesem IV-Administrationsbetrug immer weniger mit, weshalb das BSV vornehmlich deutsche Kassenärzte sucht. Die deutschen Krankenkassen haben denen früher schon beigebracht, dass die Auslegung des hypothekratischen Eides Sache der Krankenkassen und nicht der Aerztegemeinschaft ist.

  5. Ich habe eine Abklärung bei Herrn Brinkmann persönlich erleben dürfen und wähnte mich im falschen Film, als er mir erst 30 Minuten lang seinen persönlichen Werdegang erklärte (dass sich sein Heimatgefühl auf die Grösse seiner Schuhsohle beschränke – er hat mir die Schuhsohle dann hingehalten, dass er als Ältester von 3 Söhnen dienstuntauglich sei – der Jüngste war dann Dienstverweigerer, dass er als Kind mit Prismalo gemalt habe, da sein Vater für einen Schweizer Pharmakonzern tätig war, er auf Anraten der IV extra eine GmbH gegründet habe und er in Deutschland mit Gutachtertätigkeit nie reich geworden wäre). Auf meinen verzweifelten Einwand „dass sei ein weites Feld“ hat er dann insitiert, ob ich wisse, woher das Zitat stamme – über Effi und Fontane wurde ich letztmals im Gymnasium befragt. Bei den neurologischen Tests hat er mir die Option gegeben, anstelle auf seine Augen auf die Spitze des Bleistifts auf Höhe seines Hemdenknopfes zu fokussieren, „falls ich denn ein Problem hätte, ihm in die Augen zu schauen – aber das kenne er eigentlich nur bei Personen aus Südserbien. Ich sass da auf dem Untersuchungstisch und habe mir überlegt, ob er Orthodoxe aus Südserbien von Muslimen unterscheiden würde, habe mich aber unterstanden, zurück zu fragen – ein weites Feld eben. Bei der klinischen Psychologin wurde ich dann nach der Höhe meiner Hypothekarschulden und sonstigen Schulden befragt. Da habe ich mich dann höflich erkundigt, ob die Invalidenversicherung eine solidarische Versicherung von Arbeitnehmern und -gebern sei oder ob es sich neu um eine Sozialversicherung handle – kurz: die MEDAS Abklärung in Bern kam mir echt schräg rüber. Zudem ich nicht unter einem Schmerzsyndrom leide, sondern an zwei klar diagnostizierten Autoimmunerkrankungen.

  6. Es ist eine Schande wie man hier als Invalider behandelt wird!Nach 17 Jahren IV wird von einem Tag auf den anderen die ganze Rente gestrichen.Begründung:Ich sollte gearbeitet haben (Plattenlegen),was hinten und vorn nicht zutrifft!!!Somit sei ich zu 100% arbeitsfähig…………
    Wenn man den Invaliden die Rente auf diese Art und Weise wegnehmen muss ist das ein Armutszeugnis für die Schweiz!!!!!!!!!!!!! Schande!!!

  7. @Baccaro

    Da gibt es wohl nur drei Sachen zu tun:
    1. Unverzüglich das zuständige Fürsorgeamt aufsuchen.
    2. Fristgemässe Einsprache gegen den Entscheid der IV bei der unter Rechtsbelehrung angegebenen Instanz zu erheben.
    3. Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung und Irreführung der Rechtspflege gegen denjenigen der behauptet hat, Sie hätten Platten gelegt, erheben. Ist der Denunziant nicht bekannt, so ist Strafanzeige gegen Unbekannt einzuleiten.
    Ich empfehle in jedem Fall sofort einen auf Sozialrecht spezialisierten Anwalt aufzusuchen.

  8. Ich empfehle noch einmal, von jedem Arzt eine Kopie seines Gutachtens zu handen der IV zu verlangen. Sobald als möglich, ist auch bei der IV-Abklärungsstelle Akteneinsicht anzufordern und zwar möglichst schon bevor der IV-Entscheid eintrifft. Unstimmigkeiten, wie nicht zutreffende Arztberichte sofort bei Arzt und IV-Stelle reklamieren, so wie eine Kopie der Korrektur anfordern. Geschieht dies bei unzutreffenden Arztzeugnissen nicht, werden Arztzeugnisse von IV-Beamten gefälscht, oder erfolgt eine ungerechtfertigte Denunziation, so sollte man unverzüglich Strafanzeige einreichen und bei unzutreffenden Arztzeugnissen wenn möglich ein Gegengutachten mitliefern. Irgendwann „löscht“ es denen bei genügender Gegenwehr seitens der Anspruchsberechtigten auch ab. Bei einer IV-Revision kann man mit einer Strafanzeige unter Umständen auch das Revisionsverfahren blockieren, indem man bei der vorgesetzten Instanz die Sistierung der Revision bis zum Ende der strafrechtlichen Abklärung beantragen kann.

  9. Dass herr Dr.Rüdiger Brinkmann falsche Gutachten ausstellt ist schon einigen passiert.Und die IV macht schön mit.
    Was macht eigentlci das Bundesamt für Sozialversicherung in der Sache Brinkmann ??

  10. Di mitverantvortung politische partei IV Luzern und ABI Basel ins eine demokratische Land???=Reine verbrechen in moderne zeiten.Vi lange vird das toleriert???Mein unterrschrift=Opfer politisches Begutachtun ABI Basel

  11. Achtung ABI Basel Betrüger:Dr.med.M.Weber,Dr.med.M.BREIDENBACH,DR.MED.J.ZWIMPER.Ich empfelle allem KEINE BEGUTACHTUNG ABI BASEL.Es ist beser erschosen zu sein alls bei disee sogenante ….verstekt hinter weise mantell ,di grüste verbreche begangen haben in moderne zeiten.Mein unterschrift:Opfer von ABI Basel 2010,und auftraggeber.

  12. WEN JEMANDEM DI LEBENSELIXIR WEGGENOMEN IST UND ERLLEBT DAS WAS ICH ERLEBT HABE KAN MIR BESER WERSTEN DA ICH BITTE UM WERSTENDNIS;ICH WüNSCHE NIEMANDEM MEIN SCHIKSAL,auch WEN JEMAND VERBRECHER ODER KRIMINEL IST.

  13. Ich kann nur eine wiederholen: Erstattet jedesmal Strafanzeige wegen Betruges und erstellen eines falschen Gutachtens (sowohl gegen das das Gutachten erstellende Unternehmen, als auch gegen die einzelnen Aerzte) bei der zuständigen Staatsanwaltschaft und beharrt auf die Durchführung des Strafverfahrens. Das Strafverfahren kostet nichts. Legt der Strafanzeige wenn möglich Gegengutachten bei und nehmt euch einen Anwalt (im Strafverfahren gilt der von Couchepin durchgesetzte Ausschluss der unentgeltlichen Rechtspflege nicht). Und geht unter allen Umständen an die Oeffentlichkeit. Die Medien sollen auch mal von Strafverfahren gegen IV-Aerzte berichten (können)!

  14. Interessant wäre es auch einmal, eine Stellungsnahme der Aerztegesellschaft FMH um all die Vorgänge bei den IV-Gutachtern zu hören. Im Fall Rappaz liess sich diese zum Beispiel mehrmals vernehmen. Da wo jedoch hunderte von Behinderten von diesen Administrations-Quacksalbern in weissen Kitteln betrogen werden, hört man von der FMH kein Sterbenswörtchen.

  15. Danke Mia, ich kenne den Link. Mit Ausnahme, dass sich die Aerzteschaft gegen eine alleinige Beurteilung der Leistungsfähigkeit Behinderter durch RAD-Aerzte wehren, habe ich eigentlich nichts „sensationelles“ gefunden. Schon gar keine Stellungsnahme über die Art und Weise, wie sich RAD-Aerzte und IV-Gutachter einseitig gegen die Behinderten stellen, was sicherlich mit dem hypokratischen Eid nicht in Einklang zu bringen ist. Doch vielleicht zählt die FMH IV-Gutachter und RAD-Aezte schon gar nicht mehr zu ihrem Stand. Bei deren Berufsauffassung würde mich das nicht wundern :).

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