«Warum geht die Linke nicht mal auf die Dörfer?»

Pedro Lenz in der WOZ über den «Überhosengraben»: «Die Linke scheint zu verdrängen, dass die Rechte in der Schweiz die Abstimmungen nicht allein mit Schafplakaten und grossen Wahlbudgets gewinnt. Man kann der Rechten in diesem Land eine Menge vorwerfen, aber nicht fehlendes Sendungsbewusst- sein. Wie die Sektenprediger, die in meiner Jugend grosse Festzelte füllten, reisen die SVP-Manitus durch die Dörfer und Agglomerationen zu Hearings, Vorträgen, Frühstücksveranstaltungen, Schwing- und Dorffesten und predigen von Gerechtigkeit, Sicherheit, Wohlstand, und der Bedrohung, die von aussen kommt. Die Presse spielt mit. Die Leute gehen hin. Und die Linke fragt sich staunend, was dort draussen für verrückte Events abgehen.»

6 Gedanken zu „«Warum geht die Linke nicht mal auf die Dörfer?»

  1. Dass die SVP eine Polit-Sekte ist sollte es jedem klar sein. Die Linke wird aber auf dem Lande sehr geringe Chancen haben. Die Spaltung zwischen den Proletariat und den Bauern, gab es, gibt es und wird es immer geben. Die Interessenskonflikte sind gross und unüberwindbar. Viele Revolutionsführer waren sich bewusst dieses Konfliktes. Es sind nicht die „armen Bauern“ wie sie so oft wahrgenommen werden. Statistisch liegt deren Vermögen um 200.000.- Sfr höher als bei der übrigen schweizer Bevölkerung. Es sind de facto subventionierte Millionäre.
    Die wollen ihre Produkte zur Höchstpreise verkaufen, die Arbeiter wollen zu niedrigst Preise einkaufen. Die Vertreter der Linken, wie die SP haben sich im Laufe der Jahre zu einer SVP-light entwickelt. Die haben genauso mitzuverantworten den Sozialabbau, die Diskriminierung der Ausländer und der Schweizer Minderheit mit ausländischen Wurzel, Rassimus usw. wie die SVP und die Rechten. Solange die Linke nicht massiv und vehement die SVP bekämpft, wir sie immer mehr Wähler verlieren.

  2. Wir dürfen nicht vergessen, dass die SVP vor 40 Jahren aus der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei und der Demokratischen Partei der Kantone Glarus und Graubünden hervor ging und stets Konkurrentin der FDP war. Im Gegensatz zur FDP vertrat die BGB und ihre Nachfolgerin (SVP) stets auch die Anliegen der einst mächtigen Bauernpartei. Während sich die FDP nach aussen richtete, sperrte sich die SVP gegen einen EWR-Beitritt und kam damit den Forderungen der Bauern um Schutz vor billigen ausländischen Konkurrenzprodukten nach. Alle anderen Unterschiede zwischen SVP und FDP sind nämlich nur minimal und die beiden Parteien unterscheiden sich nur von ihrem Getöse untereinander.

  3. @cristiano Safado Das sie sich eine Volkspartei nennen istdoch ein Hohn. Für mich heisst SVP= Schweizerische Volksverarsche Partei denn alles was sie wollen ist zu Volksfern Thema UBS

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