Pro Infirmis Spot: Kommen Sie näher

Jung von Matt/Limmat hat den obigen Spot für Pro Infirmis produziert. An sich eine schöne Sache. Auch wenn man sich die kreative Leistung daran wahr- scheinlich etwa so vorstellen darf: «Was waren nochmal die richtig guten Awareness-Kampagnen der letzten Jahre…? Da gab’s doch 2007 Gold an den New York Festivals Advertising Awards für den Aids-Spot von BETC Euro RSCG in Paris. Machen wir doch einfach sowas ähnliches.»

 

Nachtrag: Und dann war da noch der Spot von Florian Meimberg mit einem «verblüffend ähnlichen» Plot:

7 Gedanken zu „Pro Infirmis Spot: Kommen Sie näher

  1. Und dann gab es letztes Jahr diese englische Aids-Kampagne mit dem Eisbär in der Fussgäner-Zone, der irgendwelche Letue umarmte.
    Sogar der Plot der Geschichte ist fast identisch:

  2. @ David
    An sich richtig. Nur; ich gehe nicht davon aus, dass der Spot ein Geschenk von jvm an die Pro Infirmis war ;-)

    Von daher: ein bisschen grenzwertig. Auch wenn der Spot durchaus gelungen ist.

  3. Der Spot ist nicht nur sehr gut kopiert, sondern auch originell weiterentwickelt. Es kann nicht alles völlig neu sein. In Wahrheit ist fast alles ein Mash-up von Ideen anderer. Für mich ist da nichts Grenzwertiges dabei.

  4. @ David H.
    Die Diskussion über geistiges Eigentum gab’s ja schon mal auf deinem Blog ;-) Das ist jetzt halt nochmal ein weiterer Aspekt, da wird nicht nur fremdes geistiges Eigentum genutzt, da wird auch Geld damit verdient. Und das finde ich grenzwertig.

    Jung von Matt ist diesbezüglich nämlich kein unbeschriebenes Blatt (wenn auch nicht die Schweizer sondern die Deutsche Niederlassung):
    http://www.t-online-business.de/werbung-jung-von-matt-blamiert-sich-mit-logo-dublette/id_42668086/index
    Kann passieren. Sollte bei den Honoraren aber nicht.

  5. Das Werbebüro hat seinen Fehler eingesehen und das Honorar an Pro Infirmis zurückgegeben:

    „Ich kann die Empörung nachvollziehen. Wir haben ein ähnliches Thema, das im Kontext zur Ausgrenzung steht, sehr ähnlich als Experiment umgesetzt. Hätten wir den Viralfilm von Florian Meimberg gekannt, wir hätten sicher eine andere Umsetzung gewählt. Steht aber erst einmal die Strategie „Kommen Sie näher“, sind die Weichenstellungen Umarmungen und Bärenkostüm naheliegend. Ob der Ähnlichkeit der beiden Filme sind wir selber baff. Soviel steht fest: Absicht steht keine dahinter. Jedem ist klar, dass im Internetzeitalter eine solche Doublette in einer Minute transparent ist. Die Verantwortung liegt allein bei uns. Wir haben im Vorfeld der Konzeptentwicklung ungenügend recherchiert. Das Honorar für das TV-Konzept haben wir Pro Infirmis zurückgegeben.

    Alexander Jaggy“

  6. Diese Ausrede ist wie der Spot selbst.
    Gut umgesetzt, aber irgendwie nicht authentisch.
    „Se non è vero, è ben trovato.“

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